MEVA Schalung im Einsatz auf einer Industriebaustelle

Einfach, schräg

Der Neubau einer Firmenzentrale klingt zunächst nach einem Heimspiel für Bauunternehmen und Lieferanten. Nicht selten gleichen sich die Anforderungen dieser Bauwerke und sind meist Routine. Erfahrene Baumeister wissen jedoch, dass oft die Details eines Projekts den entscheidenden Unterschied machen.

Daten & Fakten

  • Projekt
    • Firmenzentrale in Hamburg (GER) 
  • Bauherr
    • Garz & Fricke Grundstücksgesellschaft mbH & Co. KG
  • Bauunternehmen
    • HTG Niederlassung Hamburg
  • MEVA-Systeme
    • Wandschalung Mammut 350
    • Stützenschalung CaroFalt
  • Planung und Betreuung
    • MEVA Schalungs-Systeme GmbH, Hannover, Deutschland
V Förmige aussparung gestützt von MEVA Stützen auf einer Baustelle

Schräge V-Stützen mit cleverer Schalungslösung hergestellt

Die neue Firmenzentrale der Garz & Fricke GmbH in Hamburg-Harburg ist hierfür ein gutes Beispiel. Im Süden der norddeutschen Metropole entsteht der neue, zentrale Standort des Unternehmens mit einer Nutzfläche von ca. 12.826 m². Dazu gehören eine Werkhalle, Lagerflächen und ein Verwaltungsbau mit Büro- und Labornutzung. 

Stützen in Schräglage
Im Außenbereich des Neubaus entstehen ­V-Stützen, die sich über zwei Stockwerke erstrecken, um eine auskragende Decke und die darüberliegenden Etagen zu tragen. „Individuelle Bauabschnitte wie dieser lassen sich mit kreativen MEVA-Standardlösungen ökonomisch und bedarfsgerecht umsetzen“, weiß Hans-Heinrich Gerstenkorn, Leiter der MEVA-Anwendungstechnik in Hannover. Im Prinzip wurde eine Wand mit großen, dreieckigen Aussparungen geschalt, um so die Form der V-Stützen abzubilden. Weil derart große Aussparungen aus Holz eher unverhältnismäßig wären, hat man sich für eine clevere Lösung entschieden. Tobias Kempke, verantwortlicher Bauleiter der HTG Niederlassung Hamburg, erklärt: „Statt die Aussparungen vollflächig zu gestalten, wurden die 60 cm breiten Stützen seitlich durch die Wandschalung Mammut 350 begrenzt. Ober- und unterhalb haben wir die Form der V-Stützen mit beschichteten 3-S-Platten vorgegeben, die mithilfe von Baustützen gehalten wurden.“

Zwei Systeme für 100 kN/m²
Wie auch die V-Stützen wurden alle tragenden Bauteile in Stahlbeton hergestellt. Mit den Schalungssystemen Mammut 350 und CaroFalt von MEVA boten sich dem Bauunternehmen dabei zahlreiche Vorteile. Die Schalungssysteme wurden „just in time“ vom MEVA-Vertriebspartner Siloco GmbH & Co. KG geliefert. Beide nehmen einen Frischbetondruck von 100 kN/m² auf und ermöglichen somit schnelle Betonagen besonders bei hohen Wänden und Säulen. Die Reduzierung der Betonagezeiten führt folglich zu einem schnelleren Baufortschritt. Große Takte waren dank der Wandschalung Mammut 350 somit kein Problem. Darüber hinaus überzeugte die Stützenschalung CaroFalt durch ihre einfach clevere Handhabung. Sie besteht aus vier baugleichen Elementen, die wie Windmühlenflügel gelenkig miteinander verbunden sind und das Ein- und Ausschalen erleichtern. 

Fazit des Bauleiters
„Die MEVA-Systeme haben sich als wirklich praktisch erwiesen“, lobt Bauleiter Tobias Kempke. „Dank der 3,50 m hohen Wandschalungselemente war es nicht nötig aufzustocken, um ein Geschoss zu betonieren, und mit den horizontalen Fugen sieht das Ergebnis echt gut aus. Außerdem lässt sich die Stützenschalung CaroFalt sehr einfach handhaben, weil alle Teile miteinander verbunden sind. So war die Schalung dann auch mit einem Kranhub schnell versetzt.“ 

Im Sommer dieses Jahres sollen die Bauarbeiten abgeschlossen werden. Dann bietet das neue Gebäude den Mitarbeitenden der Garz & Fricke GmbH Raum für zukünftige Entwicklungen. 

Stützen Schalung im Einsatz auf einer Baustelle. Schalung von MEVA