Rundum präzise

Mit MEVA Rundschalung Radius entstand in Delft eine Zentrifugen-Gebäudehülle

Daten & Fakten

  • Projekt
    • Deltares Geocentrifuge, Delft (Niederlande)
  • Bauunternehmen
    • De Hilster Betonwerken, Niederlande
  • MEVA-Systeme
  • Planung und Betreuung
    • MEVA Formwork Systems Benelux B.V., Gouda/Niederlande

Mit MEVA Radius entstand in Delft eine Zentrifugen-Gebäudehülle

Eine nicht ganz alltägliche Baustelle im niederländischen Delft erforderte absolute Präzision bei der Schalung: Der einstöckige Gebäude-Rundbau für eine Zentrifuge muss starken Kräften widerstehen. Für den exakten Bau der Betonhülle bot die MEVA Rundschalung Radius ihre Qualitäten auf.

Mit der neuen Zentrifuge des Deltares Instituts für die Erforschung von Wasser- und Untergrundbewegungen werden Prozesse im Maßstab simuliert, die in der Realität Monate dauern können. Mithilfe hoher Gravitationskräfte wird eine Zeitbeschleunigung für speziell definierte Prozesse des Geo-Engineerings dargestellt. So können zum Beispiel das Versagensverhalten von Deichbauten optimiert und Alterungsprozesse von Pfahlgründungen verlangsamt werden.

In einem zwei Kubikmeter großen Container beschleunigt die Deltares-Geozentrifuge Forschungsmaterialien auf die maximale Belastung von 300 G. Die Messdaten werden konvertiert, validiert und ermöglichen eine breite Palette von Tests. Kunden sind Regierungsbehörden, Ingenieurbüros, Unternehmen und wissenschaftliche Institute.

Herzstück der Anlage ist die Zentrifuge mit einer Armlänge von 5,5 Meter. Sie erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 456 km/h und damit bis zu 3,7 Umdrehungen pro Sekunde. Für die hier wirkenden außergewöhnlichen Kräfte muss die Betonhülle des Gebäudes gewappnet sein. Deshalb hatte das Bauunternehmen De Hilster Betonwerken neben der Erstellung der ungewöhnlichen Gebäudeform weitere Herausforderungen zu stemmen. So wurden hohe Anforderungen an die Oberflächengüte des Betons gestellt, denn es galt Reibung zu minimieren und ungewünschte Luftverwirbelungen zu vermeiden.

Dies bedeutete auch: Die Wand musste eine wirklich exakt runde Form aufweisen und über die gesamte Höhe, vom Boden bis zur 4,25 m hohen Decke des eingeschossigen Rundbaus, den genau gleichen Radius aufweisen. Um Unebenheit zu vermeiden, wurde in einem Takt betoniert. Für die 40 cm starke Wand war aus Stabilitätsgründen eine besonders starke, zweireihige Bewehrung mit 10-cm-Raster und 20-mm-Stäben notwendig. Deshalb galt es, eine Schalung mit möglichst wenigen Ankerstellen aufzubauen. „Eine runde Schalung mit diesen großen Abmessungen zu erstellen, war für De Hilster Betonwerken eine große Herausforderung. Mit Unterstützung der Expertise von MEVA ist alles erfolgreich verlaufen“, berichtet Bauingenieur Roy Wubben. Im Einsatz waren 330 m2 des Rundschalungssystems Radius.

Problemlos gestalteten sich auch die anderen Betonagearbeiten. Unter dem Fundament der Zentrifugentechnik musste zunächst ein Luftkanal mithilfe des AluStar Wandschalungssystems erstellt werden. Für den Bau einer rechtwinkligen Sicherungswand wurde das System Mammut 350 genutzt, außerdem waren 45 Elemente des Traggerüsts MEP bis 4,50 m Höhe im Einsatz. Roy Wubben: „De Hilster Betonwerken arbeitet schon seit Jahren mit vollster Zufriedenheit mit der Firma MEVA zusammen.“