Sicher und flexibel klettern trotz komplexer Geometrien

Schon bei der Betonage des Fundaments 2016 fegte Taifun „Karen“ über die Metropolregion Manila – Extrembedingungen auch für die Systeme von MEVA

Daten & Fakten

  • Projekt
    • Ayala Triangle Gardens Diamond, Makati, Manila, Philippinen 
  • Bauherr
    • Ayala Land Inc. Bauunternehmen 
    • MDBI Construction Corp. (joint venture MDC und BBI)
  • MEVA Systeme
    • Wandschalung Mammut 
    • Automatisches Klettern MAC
    • Geführtes Schutzsystem MGS
  • Planung und Betreuung
    • MEVA Schalungs-Systeme Haiterbach, Asia Pacific Far East

 

Flexible Anpassung vor Ort

Die MDBI Construction Corporation – ein Joint venture der Makati Development Corporation und der französischen Bouygues Batiment International – sprach zu Baubeginn im Oktober 2016 von der „größten fortlaufenden Betonage in der Firmengeschichte.“ In einer 52 Stunden andauernden Marathon-Betonage wurde über 9.727 m3 Beton gegossen. Und das gleich unter erschwerten Bedingungen: Während der Arbeiten zog der Taifun „Karen“ über den Großraum Manila. Eine von mehreren speziellen Besonderheiten, unter denen die MEVA Systeme ihre Zuverlässigkeit, Flexibilität und Sicherheit unter Beweis stellen können.

Im Herzen von Makati, dem rund 580.000 Einwohner großen Stadtteil der Metropolregion Manila, ist MEVA bei zwei Großbauprojekten, den „Ayala Triangle Gardens Diamond“ maßgeblich beteiligt. Seit November 2016 entstehen auf einem Gelände von 2.400 m2 ein 5-Sterne-Hotelkomplex mit 25 und ein Bürogebäude mit 41 Stockwerken in Höhen von bis zu 194 m und  126.500 m2 Nutzfläche.

Montage auf engstem Raum
„Die Geometrie des Gebäudekerns ist sehr anspruchsvoll und benötigt bei den Unterzugträgern für das MAC-System sehr große Spannweiten. Der rasche Baufortschritt beim 41-stöckigen Bürokomplex untermauert die hohe Effizienz des MAC-Systems und das umlaufende Schutzsystem MGS garantiert dem Projektteam eine sichere Arbeitsumgebung über vier Stockwerke“, erklärt Mark Rose, Region Director Asia Pacific & Far East. Neben der extremen Wetterbedinungen, die nicht nur in der Taifun-saison zwischen Mai und November ein Risiko bergen, war schon die Anlieferung und Montage der MEVA Systeme Präzisionsarbeit. „Die Platzverhältnisse rund um die Baustelle sind sehr beengt, denn um die Gebäude verlaufen direkt zwei Hauptverkehrsstraßen“, so MAC-Supervisor Boominathan Muthu Ramalingam.

Flexible Anpassung vor Ort
Dank der exakten Vorplanung konnten die komplexen Geometrien und engen Platzverhältnisse bei der Montage vor Ort berücksichtigt werden. „Die ungewöhnliche Gebäudeform mit den gebogenen Seiten und starken Rundungen an den Enden war bei der Planung recht knifflig“, weiß Stefan Kappler von der Zentralen Anwendungstechnik in Haiterbach. „Das MEVA System MGS wurde in erster Linie für rechteckige Gebäudegrundrisse entwickelt. In Makati haben wir mit MDBI eine flexible Lösung konzipiert, um die sichere Verankerung an der gewölbten Außenseite zu bewerkstelligen.“ Die Befestigungsanker konnten im Vorfeld geplant werden, um die 47 immerhin 6,5 m breiten MGS-Elemente sicher zu fixieren. Auch die Außenhaut des MGS musste die speziellen Anforderungen erfüllen. Stefan Kappler: „Wir haben die Referenzdaten für Sturmereignisse in der Region Manila gesichtet – da war klar, dass nur eine gelochte Außenhaut in Frage kam, die höheren Windlasten standhält.“

Automatisches Klettern
Nachdem das MAC-System im Juni 2017 fertig montiert war, ging es in großen Schritten nach oben. Bei Deckenhöhen von 3,75 m im Hotelgebäude und 4,20 m beim Bürokomplex arbeitete das automatische Klettersystem mit der Mammut-350-Schalung im Kern so schnell, „dass das Tempo gedrosselt werden musste, um den Projektteam Zeit zu geben, mit den umliegenden Gebäudestrukturen Schritt halten zu können“, erklärt Stefan Kappler. Für den reibungslosen Ablauf vor Ort ist der langjährige MAC-Spezialist Boominathan Muthu Ramalingam verantwortlich, der in enger Abstimmung mit der Bauleitung und einem direkten Draht nach Haiterbach den Überblick über das „selbst für europäische Verhältnisse sehr große System“ behält, so Kappler. Bis Mai 2019, so die Planung, läuft der Einsatz von MEVA bei diesem Projekt. Die Fertigstellung ist für den Januar 2020 geplant.